Früher oder später muß man Partei ergreifen,
 wenn man ein Mensch bleiben will.
Graham Greene (1904-91)
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Zur Kreistagswahl
traten Bündnis´90 / Die Grünen in allen
Wahlbereichen mit insgesamt 30 Kandidaten an.

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Wahlprogramm
von Bündnis 90 / Die Grünen
im Burgenlandkreis und im
Landkreis Weißenfels
(Kurzfassung)
 
Grüne Energiepolitik im Burgenland:
  • Der Klimaschutz stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar.
  • Nach Elbehochwasser und Orkan Kyrill muß endlich der grüne Politikwechsel kommen.
  • Mit Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmerückgewinnung und anderen Einsparpotenzialen soll der CO2-Ausstoß vermindert werden.
  • Die alternative Energiegewinnung mit Biomasse, Bioalkohol, Erdwärme und Sonnenenergie muss gefördert werden.
  • Energie und Wasser müssen gerade in kommunalen Gebäuden als wegweisende Vorbilder offensiv eingespart werden.
  • Mit Beratungszentren und Aufklärung in Schulen können wir alle einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Grüne regionale Umweltpolitik  im Burgenland:
  • Wir lehnen Technologien und Projekte ab, die unsere Umwelt im Burgenland belasten bzw. gefährden, d.h. keine  Gentechnologie, Massentierhaltung, gigantischen Schlachthöfe, neuen Braunkohleabbaugebiete und neuen Kohlekraftwerke.
  • Der Ökolandbau muss unterstützt und die Direktvermarktung gefördert werden (aus der Region – für die Region).
  • Die vorhandenen Schutzgebiete und wertvollen Biotope müssen erhalten, gepflegt und entwickelt werden (Wildnis wagen – Artenvielfalt sichern).
Grüne regionale Arbeitsmarktpolitik:
  • Zeitnahe und qualifizierte Betreuung der Menschen durch die ARGE SGB II
  • Qualifizierte Berufsberatung der Agentur für Arbeit in zukunftssichere Ausbildung
  • Schaffung von kommunalen und regionalen Dienstleistungsgesellschaften, um notwendige Arbeiten im Burgenlandkreis auszuführen, anstatt Arbeitslosigkeit zu finanzieren (z.B. Agrar- oder Recyclingarbeiten, Nachhilfe, Seniorenpflege)
  • Keine Privatisierung von öffentlichen Versorgungsträgern im Bereich Wasser und Abwasser
  • Weg von der Wachstumsgläubigkeit hin zu einer Umverteilung der bestehenden Ressourcen
Grüne regionale Wirtschaftsförderung:
  • Förderung von Existenzgründungen, um die Zahl der Arbeitsplätze zu erhöhen
  • Initiierung und Unterstützung von lokalen Netzwerken und Kooperationen zur Stärkung und Weiterentwicklung lokaler Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen
  • Regionale Wirtschaftskreisläufe zwischen Stadt, Region und ländlichem Raum
  • Maßnahmen zur Bestandspflege der lokalen Wirtschaft und damit zur Stabilisierung und Weiterentwicklung bestehender Unternehmen und Gewerbebetriebe vor Ort
  • Erhöhung des ökologischen Anbaus in der Landwirtschaft und dadurch die Bindung von mehr   Arbeitskräften
  • Förderung der Direktvermarkter von regionalen landwirtschaftlichen Produkten
Grüner emanzipatorische Sozialpolitik:
  • Vermeidung von Armut und sozialer Ausgrenzung und Verbesserung der sozialen  Lage der am schlechtesten Gestellten
  • Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern und gleiche Beteiligungsrechte für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Generationengerechtigkeit zwischen Alten und Jungen
  • Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von behinderten Menschen, von Familien und von älteren Menschen bei der Stadtentwicklung und Verkehrspolitik
  • Projekte und Maßnahmen generationsübergreifend und interkulturell anlegen und gestalten
Grüne regionale Ausländer- und Zuwanderungspolitik:
  • Positive Darstellung der Ausländerfrage in der Öffentlichkeit
  • Verstärkung eines geordneten Zuzugs, um Flüchtlingen aus Krisengebieten und auch Wirtschaftsmigranten wieder eine Lebensperspektive zu geben
  • Arbeitsmöglichkeiten in den regionalen Dienstleistungsgesellschaften
  • Abbau von Hemmungen zum Beispiel durch ein multikulturelles Sommerfest, sowie verstärkte Aktivitäten im Rahmen der jährlich stattfindenden „Woche des ausländischen Mitbürgers“
Grüne Regional- und Stadtplanung im Burgenland:
  • Konzentration von Bauen und Wohnen in den vorhandenen Stadt- und Dorfkernen statt weiterer Zersiedelung der Landschaft
  • Stadtumbau unter ökologischen Gesichtspunkten: die Stadt schrumpft an ihren Rändern und hinterlässt renaturierte Flächen
  • Aktive Bürgerbeteiligung muss gefördert, entsprechende Initiativen unterstützt und als wichtige Partner anerkannt werden.
  • Neue kreative Ansätze im Umgang mit entstehenden Brachflächen müssen entwickelt und umgesetzt werden.
Grünes Bauen und Wohnen im Burgenland:
  • Alternative Bau- und Wohnkonzepte (generations-übergreifende und altengerechte Wohnformen) als beispielgebende Modellvorhaben anregen und fördern
  • Gezielte Umsetzung barrierefreien Bauens in Stadt und Land
  • Förderung ökologischen Bauens (Energieeinsparmaßnahmen, recycelte Baumaterialien, Verwendung nachwachsender Rohstoffe)
  • Information und Aufklärung der Bevölkerung durch Schaffung eines Energie- und Wohnberatungszentrums
Grüne Baukultur im Burgenland:
  • Förderung des Qualitätsgedankens bei Stadt-, Freiflächen- und Hochbauplanung
  • Förderung des Weltkulturerbe-Antrages für den Naumburger Dom mit umgebender Kulturlandschaft
  • Förderung von Denkmalpflege und Stadtsanierung
  • Einführung von Gestaltungsbeiräten und Durchführung von mehr regionalen Wettbewerben bei der Planung von Baumaßnahmen
Grüner Verkehr im Burgenland:
  • Förderung des öffentlichen Nahverkehrs statt Rekordinvestitionen in den Straßenbau, z.B. Weiterführung der Burgenlandbahn nach Thüringen anstatt gigantischer Ortsumgehungsstraßen, und Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene
  • Verzahnung öffentlicher Verkehre (Bahn, Bus, Taxis...) unter besonderer Einbeziehung des ländlichen Raumes und der nichtautomobilen Bürger
  • Ausbau von Flüssig- und Erdgastankstellen
  • Ausbau und Vernetzung des Radwegesystems in naturnaher Bauweise
  • Kostenloses Schülerticket
  • Einführung von Anreizen zur umweltfreundlichen Nachrüstung von Autos
Grüne Schulpolitik im Burgenland:
  • Grundschulen gehören ins Dorf (Kurze Beine – kurze Wege).
  • Eigenverantwortlichkeit und Wettbewerb der Schulen untereinander fördern
  • Alternative Konzepte müssen auch an öffentlichen Schulen entwickelt und umgesetzt werden, um Qualitätsunterschiede von öffentlichen und privaten Schulen zu verhindern.
  • Eine Kooperation mit außerschulischen Partnern muss angeregt und verstärkt werden.
  • Ausbau und Förderung der Schulsozialarbeit
  • Stärkung schulischer Förderzentren vor Ort im sonderpädagogischen Bereich
Grüne Bildungspolitik im Burgenland:
  • Durchlässigkeit der verschiedenen Schullaufbahnen erhöhen
  • Qualifizierungsangebote je nach den individuellen Möglichkeiten schaffen
  • Individuelle Förderung muss oberstes Qualitätsmerkmal von Bildung sein.
  • Volkshochschulen zu Orten der Weiterbildung und der Erwachsenenqualifizierung erweitern
  • Stadtbibliotheken als zentrale Mediencenter ausbauen und Fahrbibliotheken wieder einführen
Grüne Kulturpolitik im Burgenland:
  • Förderung von Kulturvereinen und anderer außerinstitutioneller Initiativen
  • Nur durch die Teilhabe möglichst vieler Bürger an gesellschaftlichen Diskussionen und politischen Entwicklungen wird Demokratie lebendig.
  • Entwicklung der gesamten Region als vielfältige Kulturregion im Spannungsfeld von Kulturlandschaft, Industriekultur und den geschichtlichen Wurzeln (entsprechende Förderprogramm wie Leader, ILEK, IBA begrüßen und unterstützen wir explizit)
  • Verantwortungsvoller Umgang mit dem kulturellen städtebaulichen Erbe
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Kandidatenliste
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