Röckener
lehnen Bohrungen mit
überwältigender
Mehrheit ab
Kommunalwahl
und Bürgerbefragung mit
Erfolgen für die Heimat
Die
Kommunalwahlen
waren ein wichtiger Gradmesser
hinsichtlich der Meinung des Volkes
in
Bezug auf den drohenden
Braunkohleabbau in unserer Heimat.
Und dieses Volk hat mit klarer
Stimme gesprochen. Sowohl in
Röcken, als auch in Sössen
waren Bündnis 90/Die
Grünen der absolute
Wahlgewinner.
In Röcken wurden die
Grünen mit 36,4 % stärkste
Kraft
vor der CDU (22,2 %) und der SPD
(15,1 %). Noch deutlicher ist das
Ergebnis in Sössen. Hier
errangen die Grünen sogar
souverän die absolute Mehrheit.
Mit 55,4 Prozent wurden alle
anderen Parteien deutlich
geschlagen. Die CDU lief mit 12,3 %
auf Platz
2 ein. Der Behindertenverband BLK
wurde mit 11,4 % sensationell
Dritter
und ließ sogar die Linke
(7,8 %) und die FDP (4,8 %) hinter
sich.
Zu einer Katastrophe avancierte das
Sössener
Wahlergebnis für die
Sozialdemokraten. Die verloren
gegenüber
den letzten Kommunalwahlen 20,4
Prozent und kamen mit 4,8 % der
Stimmen
unter "ferner liefen..." ein. Auch
die Wahlbeteiligung lag in beiden
Gemeinden deutlich über 50
Prozent und war damit fast doppelt
so
hoch wie im Landesdurchschnitt. In
Sössen wählten 51,4 % der
Wahlberechtigten, in Röcken
sogar 64,3 Prozent. Mit diesem
Wahlergebnis haben Bündnis 90 /
DIE GRÜNEN, die sich im
Vorfeld
als einzige der etablierten Parteien
gegen einen Tagebau aussprachen, 3
Sitze im neuen Kreistag.
Noch
optimistischer stimmt das Ergebnis
der Bürgerbefragung in
Röcken: 215 Wahlberechtigte
stimmten gegen die Probebohrungen,
nur
122 Stimmen entfielen auf die
Befürworter des
Mibrag-Vorhabens.
Der Gemeinderat sagte vor der
Befragung zu, sich dem Votum der
Bürger verpflichtet zu
fühlen und künftig
entsprechend
zu handeln.
(23.04.2007 Quelle:
"Newsletter
der BI Röcken
&
Sössen") .................................................................................... Presse
Archiv .................................................................................... Pressemitteilung
zum Wahlkampfauftakt am 17.
März
2007
in Naumburg
Naumburg an
der S(AAL)EE
Mit
Klimaschutz im Landkreis
beginnen
In
einer
landesweiten Aktion in
verschiedenen künftigen
neuen
Kreisstädten
Sachsen-Anhalts machen
BÜNDNIS 90 / DIE
GRÜNEN am 17.
März 2007, ab 10 Uhr auf
den Klimawandel aufmerksam. So
auch in Naumburg auf dem
Marktplatz. Den
Bürgerinnen und
Bürgern wird dabei ganz
konkret die
Möglichkeit gegeben, sich
mit einer Postkarte an den
Landkreis zu wenden, um
Klimaschutzmaßnahmen vor
Ort
einzufordern. „Wir
lassen auf
dem Marktplatz
die Illusion entstehen, dass
wir uns in
Naumburg ganz in See-Nähe
befinden“ kündigt Sigrid
Altendorf,
Kreisvorsitzende
der Grünen im Landkreis
Burgenland/Weißenfels
an. Damit
solle die
Temperaturveränderung,
die unserer Region durch den
Klimawandel
droht,
verdeutlicht werden. „Palmen
vor unserer Haustür, die
Nord- oder
Ostsee
sozusagen einen Katzensprung
von uns entfernt sind als
Symbol zu
verstehen,
welche Veränderungen der
Klimawandel mit sich bringen
wird“, so
die Kreisvorsitzende.
An den Polen schmelzendes Eis,
steigende Meeresspiegel und
somit
drohende
Überflutungen weiter
Landstriche sind
nicht mehr nur Szenarien aus
Katastrophenfilmen. Die
„schöne neue
Welt“ ist
bedrohlich – häufigere
und heftigere Stürme und
Orkane,
Dürreperioden in der
Landwirtschaft, Niedrigwasser
und Hochwasserereignisse
werden zur
Realität. All
dies hat sich bereits für
alle spürbar
angekündigt.
„Für den Schutz des
Klimas
kann jeder persönlich
etwas tun, aber vor allem auch
auf
politischer Ebene müssen
einem Umdenken Taten folgen.
„Wir bieten den
Bürgerinnen und
Bürgern die
Möglichkeit, sich mit
einer Klimaschutzpostkarte an
die Landkreise
zu wenden.“
Darauf seien Forderungen
vermerkt, wie: Umstieg der
Verwaltung auf
Ökostrom!
Priorität für den
Nahverkehr! Klimagerechte
Sanierung
öffentlicher
Gebäude!
“Jeder, der mitmacht, kann
diese Forderungen um weitere
ergänzen“,
so
Landratskandidat Jochen
Dreetz. ....................................................................................
Kohle sorgt
für
Zündstoff
Gemeinderat
Röcken:
Einwohnerversammlung
soll Klarheit bringen
von
Rolf Kern, 09.02.07
Röcken/MZ.
Teilweise recht
heftig diskutierten
die Röckener Ratsmitglieder
während ihrer jüngsten
Sitzung in der Gaststätte
Bothfeld. Streitpunkt war das Thema
Kohleabbau. Bekanntlich hatte das
Gremium der Mibrag erlaubt, auf
seinen Flächen Probebohrungen
vornehmen zu dürfen. Das war
mit einer Unterschriftenaktion auf
heftigen Widerstand gestoßen.
Die stellvertretende
Bürgermeisterin Dorothee
Berthold berichtete zum Auftakt von
einer
Versammlung in Sössen. Dort
hatte ein Rechtsanwalt den
Betroffenen
geraten, den regionalen
Entwicklungsplan genau zu
beobachten. Denn
jetzt handele es sich um eine
landwirtschaftliche Region, ein
Abbaggern
sei nicht möglich.
Derzeit
herrsche
viel Unwissenheit
unter der Bevölkerung.
Aus diesem Grund schlug Frau
Berthold eine
Einwohnerversammlung vor. Sie
rechnet damit, dass der Rat
seine
Entscheidung zurücknimmt.
"Es ist wichtig, die
umliegenden
Gemeinden zu informieren. Alle
Orte der
Verwaltungsgemeinschaft
müssen an einen Tisch",
so Dorothee Berthold. Es sei
angesichts
des Klimawandels auf der Welt
ein Witz, ein Kohlekraftwerk
zu bauen.
"Das EU-Recht wendet sich
gegen neuen Kohleaufschluss
unter anderem
wegen des Themas Feinstaub.
Wenn der Beschluss gekippt
wird, dann hat
der Rat eine ganz andere
Position gegenüber den
Befürwortern",
bekräftigte Dr. Hans
Müller-Deck als
Bewohner.
Dagegen
meinten
einige
Ratsmitglieder immer wieder, man
habe rechtlich keine Chance.
Außerdem sei es angesichts
der Haushaltslage fraglich,
woher das
Geld für eventuelle
Prozesse genommen werden solle.
"Ich sehe das
Thema als Bürger aus
Rippach. Man sollte in die
Offensive gehen
und die Bürger
aufklären. Man muss auch
die Nachbargemeinden
erreichen", betonte Hans-Joachim
Fuhrmann, Mitarbeiter des
Bauamtes.
Die
Gemeinde Rippach
sei die einzige,
die sich gegen die
Bohrungen gestellt
habe. "Ich schäme
mich, dass
wir es anders gemacht
haben", so Frau
Berthold. "Seid ihr
nicht so
heimatverbunden, dass
ihr hier bleiben
wollt? Ich kann nicht
fassen,
was hier abgeht",
entrüstete sich
Ratsmitglied Manfred
Sperling.
Er schlug vor, die
Kräfte mit
Sössen zu
bündeln. Nur
gemeinsam habe man
eine Chance. Das
hätte auch der
Rechtsanwalt
immer wieder betont.